BIOGRAPHIE WERKE DENKMALE STUDIUM WOHNORTE GESCHICHTE
,WERKE
   

Eichendorff wollte in Halle nicht Literatur studieren sondern Rechtswissenschaft. Er wollte nicht Dichter sondern Advokat werden. Zu dieser Zeit lehrten an der Halleschen Universität viele Professoren, deren Namen noch heute sehr bekannt sind. Die Brüder Eichendorff vervollständigten ihr Wissen. sie waren zu gast in Hörsälen, in denen neue, umstrittene Theorien gelehrt und diskutiert wurden. (Dr. Gall/Schädellehre),Gleich im Anschluss lauschten sie den Widerlegungstheorien zum eben gehörten Thema. (Prof. Steffens/Widerlegungstheorie zur Schädellehre) Sie besuchten die Vorlesungen der halleschen Professoren Schleiermacher, Wolff und Steffens. Durch diese Hochschullehrer kam Eichendorff mit den Ideen der Romantik in Berührung. Besondere Ehrerbietung brachte er diesen Herren deshalb aber nicht entgegen.

Er beurteilte sie, wie alle Studenten, nach Äußerlichkeiten.
"...Wolffsboshaft-satyrische Redeweise und seine Unpünktlichkeit...",
"...die liberalität des überhöflichen Professors Kassler..."

(Quelle: Stadtarchiv Halle; "Eichendorff in Halle", von Rolf Hünicken)

Die Hallesche Universität gehörte in dieser Zeit zu den meistbesuchten Universitäten Deutschlands. Dass die Mutter ihre Söhne in weiser Voraussicht auf mögliche schlechte Zeiten - sie sollten nicht vom Gut als Einnahmequelle abhängig sein - zum Studium in Halle angemeldet hatte, war zumindest für Joseph von Eichendorff nicht wichtig. Eichendorff führte ein typisches Studentenleben.