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12.09.2017
Von: M. Gerken

Bildungsminister Marco Tullner und die DGB-Jugend in der BbS III zu Gast


Im Rahmen der Informationstour der Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) besuchte unser Bildungsminister Marco Tullner, der die Schirmherrschaft übernahm, die BbS J. C. von Dreyhaupt Halle. Die DGB-Jugend war u.a. zu den Themen Rechte und Pflichten von Auszubildenden, Organisation von Personalvertretungen im Auszubildendenbereich und Tarifrecht,  in verschiedenen Klassen im Unterricht. In der 11:30 Uhr Pause erfolgte eine Infoveranstaltung mit Herrn Tullner, Schüler*innen, Gewerkschaftsvertreter*innen und Kolleg*innen der berufsbildenden Schulen III J. C. von Dreyhaupt in Halle.
Es sprachen der Bildungsminister, der nicht alle Missstände innerhalb kürzester Zeit beseitigen kann, Simona König der Gewerkschaft verdi, die Lösungen bei Problemen in der Ausbildung aufzeigte und Malte Gerken, Personalratsvertreter der BbS III und Vorsitzender des GEW Stadtverbandes Halle.
Er verwies auf die positiven Ansätze des Landtagsbeschlusses „Berufsschulen als Motoren des dualen Systems weiter stärken (Drucksache 7/1796)“, zeigte gleichzeitig aber auch die Widersprüche zur derzeitigen Situation auf.
In der Drucksache wird gefordert, dass die Attraktivität der Berufsausbildung gefördert werden muss. Gleichzeitig befinden sich aber viele Berufsschulen in einem Sanierungs- und Ausstattungsstau, der in absehbarer Zeit alleine durch die Kommunen als Schulträger nicht behoben werden kann.
Eine mögliche Lösung ist die Aufhebung des sogenannten Kooperationsverbotes, dass finanzielle Zuwendungen von Bund und Land in Bildungsangelegenheiten derzeit „verbietet“.
Eine weitere Forderung des Beschlusses ist die Beseitigung des Lehrer*innenmangels an den berufsbildenden Schulen. Demgegenüber stehen jedoch die „effizienzsteigernden Maßnahmen“. An den berufsbildenden Schulen bedeuten diese Maßnahmen, dass der sogenannte Teilungsstundenpool um 50% reduziert wird. Das geht z.B. zu Lasten des Fachpraxisunterrichts in BVJ-Klassen oder des Computerunterrichts. Dort sitzen jetzt zum Teil 29 Schüler*innen an 14 PCs.
Der Ansatz des Landtagsbeschlusses gibt Hoffnung auf eine Verbesserung der Personal- und Gebäudesituation berufsbildender Schulen – wenn er denn zeitnah und vollständig umgesetzt wird.
Darauf müssen wir gemeinsam schauen.
Malte Gerken, Vorsitzender des Personalrates der BbS III Halle